Managed Care und Evidenzbasierte Medizin – Hintergründe und Unterschiede

1997 haben 25 namhafte Wissenschaftler aus den USA, Deutschland und der Schweiz über Prinzipien, Formen und Effekte von Managed Care diskutiert. Im Dt. Ärzteblatt von 1999 ist der Beitrag von Herrn Professor Karl Lauterbach mit dem Titel "Gesundheitsökonomie – Modebegriffe mit Hochkonjunktur" wiedergegeben.

Prof. Lauterbach äussert sich darin zu den Hintergründen des gesundheitspolitischen Veränderungsdrucks, zu den Unterschieden zwischen Managed Care und Evidenzbasierter Medizin, zu den Methoden, die zum Einsatz kommen und zu den Effekten, die sich abseits der Propaganda für die medizinische Versorgung insbesondere der schwer und chronisch Kranken, die Rolle des Arztes und das Arzt-Patienten-Verhältnis ergeben.

Professor Lauterbach wünscht sich bei Abwägung der Vor- und Nachteile die Etablierung der Evidenzbasierten Medizin gegenüber Managed Care:

"Die grosse Gefahr von Managed-Care-Systemen, Risikoselektion von Patienten und die Dominanz des Profitgedankens über dem Qualitätsanspruch der Versicherer, ist längst eingetreten. Die Einführung der evidenzbasierten Medizin von seiten der Ärzteschaft und der Patienten wird als eine Entschärfung des ManagedCare-Systems vorangetrieben."

Obwohl bereits 1997 verfasst, ist der Artikel sehr lehrreich und hilfreich zum Verständnis so mancher heutiger Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen.

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