Managed Care-Modelle – reizlos, unfrei, aufwändig, teuer und subventionsbedürftig?

Der Krankenversicherer CONCORDIA über seine "attraktiven Managed-Care-Modelle HMO und myDoc"

"Damit sich Managed Care auf breiter Front durchsetzt, will der Bundesrat für ein entsprechendes Umfeld sorgen, ohne den Krankenversicherern das Anbieten solcher Modelle vorzuschreiben. Damit für Ärzte ein Anreiz besteht, sich in Netzwerken zusammenzuschliessen, muss der Vertragszwang zwischen Krankenversicherern und Leistungserbringern aufgehoben werden. Die Krankenversicherer sollten die hohen Aufwände für ein Managed-Care-Angebot als Leistungskosten belasten können. Weiter sollen dreijährige Versicherungsverträge möglich sein. Die Förderung von Managed Care soll über den freien Wettbewerb erfolgen. In den so genannten Versorgungsnetzen haben die Leistungserbringer die mit den Versicherern vereinbarte Budgetverantwortung zu übernehmen. Der Ständerat hat in der Wintersession 2006 dem Bundesrat im Wesentlichen zugestimmt."

Was hat dieses "Fördermodell Managed Care" mit freiem Wettbewerb zu tun? Bezeichnet "Wettbewerb" hier nicht nur die Konkurrenz zwischen Anbietern und Produkten innerhalb der Managed Care-Strukturen?

Definition "freier Wettbewerb" in Meyers Online-Lexikon

"Freier Wettbewerb ist wesentliche Voraussetzung und grundlegendes Steuerungsprinzip der Marktwirtschaft. Die Wettbewerbsintensität hängt von der Anzahl der Anbieter auf dem Markt und dem Heterogenitätsgrad der Güter ab. Die Grenzen zwischen erwünschtem Wettbewerb und unlauterem Wettbewerb, v. a. ruinösem Verdrängungswettbewerb, sind in der Praxis fliessend. Wettbewerb kann durch Ausschalten von Konkurrenten zu Konzentration und Marktbeherrschung führen."

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