IV-Revision 6b "“ Sparen, egal wie

Immer neue nackte Kaiser in Potemkinschen Dörfern. Die IV-Revisionen werden vor allem eins: dreister!

Ein Vorgeschmack auf das 6. Meisterwerk findet sich bei ivinfo.wordpress.com (Eintrag vom 23.06.2010):

"Hier einige erste Auszüge aus der heute in die Vernehmlassung geschickten Vorlage zur IV-Revision 6b:

"Künftig haben versicherte Personen "“ neben den übrigen Voraussetzungen "“ nur Anspruch auf eine Rente, wenn die Eingliederungsfähigkeit nicht mehr verbessert werden kann, weder durch medizinische Behandlungen noch durch Frühinterventions- oder Eingliederungsmassnahmen."

Und über die Eingliederungsfähigkeit entscheidet die Versicherung praktischerweise gleich selbst "“ der behandelnde Arzt hat gar nichts mehr zu sagen: "Für die IV-Stellen ist neu ausschliesslich die medizinische Beurteilung der versicherten Person durch die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) massgebend."

Und wo das Geld hingeht, dass die Menschen mit Behinderungen nicht mehr bekommen: "Die jährlichen Kosten eines RAD-Arztes werden mit durchschnittlichen 210"™000 Franken angenommen, die einer Eingliederungsfachperson mit 150"™000 Franken"

Und insbesondere bei Menschen mit psychischen Krankheiten sieht man grosses Einsparpotential, denn psychische Krankheiten sind ja (laut Krankheitsver-ständnis der IV) sowieso nicht objektivierbar, ergo: "Als eingliederungsfähig gelten Versicherte, die objektiv in der Lage sind, an Frühinterventions-massnahmen und Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Entgegen der Definition, wie sie sich in der Rechtsprechung etabliert hat, wird neu auf das Vorhandensein einer subjektiven Eingliederungsfähigkeit bewusst verzichtet. Die Einführung der Integrationsmassnahmen, welche auf die Bedürfnisse von psychisch Behinderten zugeschnitten sind, macht diese überflüssig.("¦)""

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