Experten: Ärzte-Netzwerke sind nicht billiger

"Die Helsana warnte am Donnerstag an ihrer Bilanzmedienkonferenz: "Managed Care senkt die Kosten nicht per se." Auch in einer kürzlich der ständerätlichen Gesundheitskommission gezeigten Präsentation wurde eingeräumt, dass Managed Care auch teurer sein kann…

Peter Berchtold, Präsident des Forum Managed Care, sagt: "Es gibt keine Beweise, wie viel mit Integrierter Versorgung eingespart werden kann – darum geht es aber auch gar nicht, sondern um eine Verbesserung der Qualität…"

Das Sparpotenzial ist für den Gesundheitsökonomen Heinz Locher das "falsche Verkaufsargument". Da es immer weniger Hausärzte gibt, sind Ärztenetzwerke unumgänglich. "Die Alternative ist keine Versorgung."" (Sonntagszeitung, 30.01.2011)

Ja was jetzt? Managed Care ist gar kein Garant für billiger? Darum geht es auch gar nicht? Kosteneinsparung nur ein Verkaufsargument? Na sowas!

Immerhin: Sie, liebe Leser dieses Blogs waren immer schon besser informiert über Managed Care 🙂

Irgendwann werden wir sehen, dass es auch gar nicht um die Qualität geht (jedenfalls nicht um die medizinische), sondern hinter den Verkaufsargumenten um Kontrolle und Umverteilungen. Möglich, dass wir dies dann nicht von Herrn Berchthold, sondern von jemand anderem erfahren oder einfach selbst erleben werden. Managed Care ist ja nur eine "Tool-Sammlung" für das Management von Prozessen und Daten im Gesundheitswesen, die für völlig unterschiedliche Zielsetzungen verwendet werden kann. Der "Auftraggeber" und spätere Verwender des Systems muss ja dabei nicht dieselben Zielsetzungen im Kopf haben wie der Entwickler…

Keineswegs – so dürfen wir vermuten – erfolgt bei Managed Care alles aus einer Hand 😉

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