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	<title>Kommentare für Medblog | Franz Engels</title>
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	<link>http://medblog.franzengels.ch</link>
	<description>Medizinisches Weblog eines Psychiaters und Psychotherapeuten</description>
	<lastBuildDate>Sun, 12 Dec 2010 17:21:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Managed Care ist nicht beliebt von autor1959</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2010/12/08/managed-care-ist-nicht-beliebt/#comment-491</link>
		<dc:creator>autor1959</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 17:21:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=390#comment-491</guid>
		<description>Wer krank wird - wird abgeschrieben

nun denn, wir die westliche gesellschaft sind auf dem weg zum abgrund. unsere &quot;besten freunde&quot; aus den usa machen es schon längere zeit vor: wer keine kohle hat - darf nicht krank werden. 

mit vorgefertigten unterschriftsstempeln werden tausende kranke menschen aussortiert und lebensrettende massnahmen verweigert. umso mehr ablehnungen ein arzt &quot;stempelt&quot; umso mehr boni bekommt dieser. 

es us-amerikanisiert schon seit einiger zeit hier in west-europa und es dauert nicht mehr lange bis wir den menschlichen bankrott vor uns haben.

eine lösung scheint am horizont nicht zu erscheinen, denn die tatsache dass sich die ärzte gegenseitig kaputtmachen und es nicht fertig bringen zusammen in einem dialog für einen kranken menschen dazusein und dies klipp und klar gegenüber den geld-bürokraten darstellen, dass sich krank-sein nicht in einem budget darstellen lässt.

die menschheit schafft es nur an einem strang zu ziehen wenn es um zerstörung geht und würde man bspw. die militärausgaben in die medizin investieren, dann würden die menschen heute schon 120 jahre und älter werden und im grunde ist ja geld für die medizin vorhanden - denn ich habe noch nie einen spendenaufruf für den kauf von panzern und anderen waffen was gehört, die sinnlos in vielen kasernen vor sich hinrosten.....

gruss
autor1959</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer krank wird &#8211; wird abgeschrieben</p>
<p>nun denn, wir die westliche gesellschaft sind auf dem weg zum abgrund. unsere &#034;besten freunde&#034; aus den usa machen es schon längere zeit vor: wer keine kohle hat &#8211; darf nicht krank werden. </p>
<p>mit vorgefertigten unterschriftsstempeln werden tausende kranke menschen aussortiert und lebensrettende massnahmen verweigert. umso mehr ablehnungen ein arzt &#034;stempelt&#034; umso mehr boni bekommt dieser. </p>
<p>es us-amerikanisiert schon seit einiger zeit hier in west-europa und es dauert nicht mehr lange bis wir den menschlichen bankrott vor uns haben.</p>
<p>eine lösung scheint am horizont nicht zu erscheinen, denn die tatsache dass sich die ärzte gegenseitig kaputtmachen und es nicht fertig bringen zusammen in einem dialog für einen kranken menschen dazusein und dies klipp und klar gegenüber den geld-bürokraten darstellen, dass sich krank-sein nicht in einem budget darstellen lässt.</p>
<p>die menschheit schafft es nur an einem strang zu ziehen wenn es um zerstörung geht und würde man bspw. die militärausgaben in die medizin investieren, dann würden die menschen heute schon 120 jahre und älter werden und im grunde ist ja geld für die medizin vorhanden &#8211; denn ich habe noch nie einen spendenaufruf für den kauf von panzern und anderen waffen was gehört, die sinnlos in vielen kasernen vor sich hinrosten&#8230;..</p>
<p>gruss<br />
autor1959</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu IV-Betrug von harry</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2009/05/27/iv-betrug/#comment-487</link>
		<dc:creator>harry</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 12:07:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=280#comment-487</guid>
		<description>als direktbetroffener schwirrt mir folgende idee im kopf herum:

- warum nicht die betreffenden iv-sachberarbeiter und rad ärzte, abi sowieso wegen schwerer körperverletzung anzeigen? unter dem aspekt der gebotetenen schadenminderungspflicht sowieso.
- der zermürbende abklärungsprozess selber, der wenn man nicht mitten drin steckt, an eine traurig tragische schildbürger episode erinnert. leider raubt das vorgehen präpotenter amtsstellen das letzte bisschen energie und lebenswille. gerade dann wenn mann niemanden zu last fallen möchte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>als direktbetroffener schwirrt mir folgende idee im kopf herum:</p>
<p>- warum nicht die betreffenden iv-sachberarbeiter und rad ärzte, abi sowieso wegen schwerer körperverletzung anzeigen? unter dem aspekt der gebotetenen schadenminderungspflicht sowieso.<br />
- der zermürbende abklärungsprozess selber, der wenn man nicht mitten drin steckt, an eine traurig tragische schildbürger episode erinnert. leider raubt das vorgehen präpotenter amtsstellen das letzte bisschen energie und lebenswille. gerade dann wenn mann niemanden zu last fallen möchte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nichts hinzuzufügen von Paco566</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2010/01/25/nichts-hinzuzufuegen/#comment-484</link>
		<dc:creator>Paco566</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 08:06:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=323#comment-484</guid>
		<description>Hallo geo

Herzlichen Dank für den wertvollen Kommentar!
Sie beschreiben Erfahrungen aus Deutschland? Ich kenne die Situation der dortigen Psychiater nicht genau, schliesse aber aus Informationen, die ich auf Fortbildungen aufgeschnappt habe, dass die Form der Budgetierung und Entlohnung in Deutschland die Arbeitsweise der Psychiater ungünstig beeinflusst. Das bezieht sich sowohl auf die Zeit, die diesen für Behandlungen zur Verfügung steht als auch auf die finanziellen Mittel zur Verordnung moderner Medikamente. Wie ich hörte gibt es darüber hinaus Einschränkungen hinsichtlich der Indikation, die die Krankenkassen oder irgendwelche Kommissionen vorgeben. So seien z. B. Neuroleptika, die sich nach neuen Studien ganz gut zur Behandlung von Spannungszuständen bei Persönlichkeitsstörungen eignen, in Deutschland für diese Indikation nicht zugelassen, weshalb Psychiater bei einer Fortbildung diskutierten, ob man die Diagnose des Patienten kurzerhand auf &quot;Schizophrenie&quot; umändern sollte, um ihm die notwendige Behandlung zu ermöglichen. Andererseits weiss ich aus meiner eigenen Assistenzarztzeit in Deutschland, dass bereits vor mehr als 10 Jahren moderne, nebenwirkungsarme, aber leider teure Medikamente, die während eines stationären psychiatrischen Aufenthaltes verordnet wurden, vom Hausarzt später sofort wieder abgesetzt wurden, weil sie sein &quot;Budget&quot; sprengten. Dadurch kam es zu wiederholten stationären Zuweisungen zur erneuten medikamentösen Einstellung, die absolut vermeidbar gewesen wären.

Es ist sicher schwierig, Ihre Frage pauschal zu beantworten. Bei Erfahrungen, wie Sie sie gemacht haben, sind natürlich immer erst einmal die beteiligten Personen persönlich verantwortlich. Es wird bei Psychiatern nicht anders sein, als bei anderen Menschen. Sie sind verschieden, verstehen ihren Beruf auch verschieden und gehen verschieden mit anderen Menschen und ihrer speziellen Position um. Gleichzeitig ist aber die Psychiatrie auch eine Disziplin, die besondere Herausforderungen an das persönliche Engagement und das eigene Welt- und Menschenbild beinhaltet bzw. in der sich das eigene Menschen- und Weltbild in besonderer Weise auf den Umgang mit dem Patienten auswirken kann. Psychiatrische Patienten sind zudem oft in besonderer Weise hilflos, was sie dann angreifbarer/wehrloser macht als andere Patienten. Aber auch Psychiater und andere Professionelle, die in der Psychiatrie arbeiten sind in diesem Arbeitsfeld angreifbarer und verletzlicher als in anderen Tätigkeitsfeldern, je mehr sie sich einlassen, umso mehr. Nicht zuletzt ist Psychiatrie, insbesondere in ihrem forensischen Teilgebiet, ein verlängerter Arm des Gesetzgebers bzw. der Gesellschaft, übt dort ganz explizit eine institutionelle Gewalt aus, was die Beziehung zwischen Psychiater und Patient naturgemäss verkompliziert.

Wenn man all diese (und andere, nicht erwähnte) Besonderheiten betrachtet, stellt sich Psychiatrie als ein sehr anspruchsvolles und schwieriges Arbeitsfeld dar, das Konflikte beinhaltet, die sich teilweise gar nicht befriedigend lösen lassen. Um in solch einem Arbeitsumfeld längerfristig gut zurecht zu kommen, sollten die Rahmenbedingungen vorzüglich sein. Die Arbeit sollte gesellschaftlich anerkannt, die zur Verfügung stehenden Mittel grosszügig bemessen, der Rückhalt bei Schwierigkeiten gut sein.

In der Realität ist oft das Gegenteil der Fall. Nirgends in der Medizin muss soviel &quot;gerechtfertigt&quot; werden, wie in der Psychiatrie, kaum ein anderes Fachgebiet ist schlechter angesehen und die Gesellschaft meidet alles, was &quot;psychisch&quot; ist, wie die Pest :-) 

Wie gesagt, letztlich ist jeder Psychiater, jeder Patient und jeder andere Beteiligte als Mensch verantwortlich, wie er mit Problemen und Schwierigkeiten umgeht. Diese persönliche Verantwortung lässt sich nicht abtreten. Niemand auf der professionellen Seite ist gezwungen, diese Tätigkeit auszuüben, wenn sie ihm nicht liegt oder die Bedingungen nicht stimmen. Das ist ein Vorteil gegenüber dem Patienten, der sich seine Krankheit nicht aussuchen kann und auf Hilfe angewiesen ist. Trotzdem spielen die Umstände, die gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung und der herrschende Geist im Gesundheitssystem auch eine wichtige Rolle bei der Güte der Arzt-Patienten-Beziehung, insbesondere im Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie, wo dies besonders wichtig ist.

Freundliche Grüsse
Franz Engels</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo geo</p>
<p>Herzlichen Dank für den wertvollen Kommentar!<br />
Sie beschreiben Erfahrungen aus Deutschland? Ich kenne die Situation der dortigen Psychiater nicht genau, schliesse aber aus Informationen, die ich auf Fortbildungen aufgeschnappt habe, dass die Form der Budgetierung und Entlohnung in Deutschland die Arbeitsweise der Psychiater ungünstig beeinflusst. Das bezieht sich sowohl auf die Zeit, die diesen für Behandlungen zur Verfügung steht als auch auf die finanziellen Mittel zur Verordnung moderner Medikamente. Wie ich hörte gibt es darüber hinaus Einschränkungen hinsichtlich der Indikation, die die Krankenkassen oder irgendwelche Kommissionen vorgeben. So seien z. B. Neuroleptika, die sich nach neuen Studien ganz gut zur Behandlung von Spannungszuständen bei Persönlichkeitsstörungen eignen, in Deutschland für diese Indikation nicht zugelassen, weshalb Psychiater bei einer Fortbildung diskutierten, ob man die Diagnose des Patienten kurzerhand auf &#034;Schizophrenie&#034; umändern sollte, um ihm die notwendige Behandlung zu ermöglichen. Andererseits weiss ich aus meiner eigenen Assistenzarztzeit in Deutschland, dass bereits vor mehr als 10 Jahren moderne, nebenwirkungsarme, aber leider teure Medikamente, die während eines stationären psychiatrischen Aufenthaltes verordnet wurden, vom Hausarzt später sofort wieder abgesetzt wurden, weil sie sein &#034;Budget&#034; sprengten. Dadurch kam es zu wiederholten stationären Zuweisungen zur erneuten medikamentösen Einstellung, die absolut vermeidbar gewesen wären.</p>
<p>Es ist sicher schwierig, Ihre Frage pauschal zu beantworten. Bei Erfahrungen, wie Sie sie gemacht haben, sind natürlich immer erst einmal die beteiligten Personen persönlich verantwortlich. Es wird bei Psychiatern nicht anders sein, als bei anderen Menschen. Sie sind verschieden, verstehen ihren Beruf auch verschieden und gehen verschieden mit anderen Menschen und ihrer speziellen Position um. Gleichzeitig ist aber die Psychiatrie auch eine Disziplin, die besondere Herausforderungen an das persönliche Engagement und das eigene Welt- und Menschenbild beinhaltet bzw. in der sich das eigene Menschen- und Weltbild in besonderer Weise auf den Umgang mit dem Patienten auswirken kann. Psychiatrische Patienten sind zudem oft in besonderer Weise hilflos, was sie dann angreifbarer/wehrloser macht als andere Patienten. Aber auch Psychiater und andere Professionelle, die in der Psychiatrie arbeiten sind in diesem Arbeitsfeld angreifbarer und verletzlicher als in anderen Tätigkeitsfeldern, je mehr sie sich einlassen, umso mehr. Nicht zuletzt ist Psychiatrie, insbesondere in ihrem forensischen Teilgebiet, ein verlängerter Arm des Gesetzgebers bzw. der Gesellschaft, übt dort ganz explizit eine institutionelle Gewalt aus, was die Beziehung zwischen Psychiater und Patient naturgemäss verkompliziert.</p>
<p>Wenn man all diese (und andere, nicht erwähnte) Besonderheiten betrachtet, stellt sich Psychiatrie als ein sehr anspruchsvolles und schwieriges Arbeitsfeld dar, das Konflikte beinhaltet, die sich teilweise gar nicht befriedigend lösen lassen. Um in solch einem Arbeitsumfeld längerfristig gut zurecht zu kommen, sollten die Rahmenbedingungen vorzüglich sein. Die Arbeit sollte gesellschaftlich anerkannt, die zur Verfügung stehenden Mittel grosszügig bemessen, der Rückhalt bei Schwierigkeiten gut sein.</p>
<p>In der Realität ist oft das Gegenteil der Fall. Nirgends in der Medizin muss soviel &#034;gerechtfertigt&#034; werden, wie in der Psychiatrie, kaum ein anderes Fachgebiet ist schlechter angesehen und die Gesellschaft meidet alles, was &#034;psychisch&#034; ist, wie die Pest <img src='http://medblog.franzengels.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Wie gesagt, letztlich ist jeder Psychiater, jeder Patient und jeder andere Beteiligte als Mensch verantwortlich, wie er mit Problemen und Schwierigkeiten umgeht. Diese persönliche Verantwortung lässt sich nicht abtreten. Niemand auf der professionellen Seite ist gezwungen, diese Tätigkeit auszuüben, wenn sie ihm nicht liegt oder die Bedingungen nicht stimmen. Das ist ein Vorteil gegenüber dem Patienten, der sich seine Krankheit nicht aussuchen kann und auf Hilfe angewiesen ist. Trotzdem spielen die Umstände, die gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung und der herrschende Geist im Gesundheitssystem auch eine wichtige Rolle bei der Güte der Arzt-Patienten-Beziehung, insbesondere im Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie, wo dies besonders wichtig ist.</p>
<p>Freundliche Grüsse<br />
Franz Engels</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nichts hinzuzufügen von geo</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2010/01/25/nichts-hinzuzufuegen/#comment-482</link>
		<dc:creator>geo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 12:31:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=323#comment-482</guid>
		<description>Hallo,

Das ist mehr ein allgemeiner Kommentar oder eine Frage zu ihrem Blog. Aber ich dachte, vielleicht interessiert es Sie.

Worüber ich mir zur Zeit Gedanken mache und wo ich Sie fragen möchte, ob sie vielleicht Lust hätten etwas zu posten, ist wie manche Dinge, aus Sicht eines Psychiaters aussehen.

Ich habe inzwischen eine ganze Reihe Psychiater kennengelernt. Mit den meisten davon hatte ich den Eindruck nicht reden zu können. Entweder erklärten sie sich als nicht zuständig, oder sie verschrieben eine grössere Menge Medikamente. Inzwischen habe ich einen Arzt gefunden, der sich Zeit nimmt mir zuzuhören, bei dem ich den Eindruck habe, er versteht, was ich sage, was mir mehr hilft, als alle Medikamente zusammen.

Das was mir dabei Sorge macht, ist, dass ich den Eindruck habe, das diejenigen Ã„rzte, die wirklich gute Arbeit machen, selber schwer am kämpfen sind, auch finanziell. Während die Ã„rzte, die einfach nur unsinninge Medikamente in Massenabfertigung verschreiben, ein recht gutes Leben und Einkommen zu haben scheinen. Irgendetwas stimmt doch da nicht?

Ein anderes Beispiel: Als ich eine Weile in einem psychiatrischen Krankenhaus war, kam mir der Betrieb dort wie eine grosse Maschinerie vor, wo jeder seinen Part zu spielen hatte. Ich kam mir dort nicht wie eine Person vor, sondern wie ein Rädchen im Getriebe. Mit einigen wenigen Ausnahmen. Eine davon war ein Pfleger, der sich bemühte, mich und die anderen Patienten wie Menschen zu behandeln und nicht nur wie &quot;Störungskategorien&quot;. Z.B. hat er mich manchmal aufgezogen, wodurch ich mich ernst genommen gefühlt habe, er hat eigene Abendveranstaltungen angeboten, ausserdem hat er zwar seine Arbeit gemacht, hatte aber trotzdem noch seine eigene Meinung und hat nicht alles toternst genommen.

Irgendwann kamen einige Mitpatienten zu mir und wollten ihm, weil er Geburtstag hatte Happy Birthday spielen, was wir dann auch gemeinsam am Beginn der Ãœbergabe gemacht haben. Ich hatte erwartet, dass er sich darüber freut, aber er schien sich mächtig zu freuen, was ich so nicht erwartet hätte. Im Nachhinein denke ich, vielleicht lag es daran, dass er selber am kämpfen gegen den Trott im Krankenhaus war und das als Bestätigung dafür gesehen hat und sich deshalb so sehr gefreut hat. 

Aber wenn das stimmt, dann gibt mir das Ganze schon zu denken, das nämlich diejenigen, die sich bemühen Patienten wie Menschen zu behandeln am kämpfen sind, während die, die einfach Patienten &quot;am Fliessband abfertigen&quot; ein gemütliches Leben haben. Sollte es nicht andersherum sein? Irgendetwas läuft doch da verkehrt? Aber was?

Ich weiss nicht, ob Sie das Thema interessiert. Mich würde auf jeden Fall die Sicht eines Psychiaters dazu interessieren ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>Das ist mehr ein allgemeiner Kommentar oder eine Frage zu ihrem Blog. Aber ich dachte, vielleicht interessiert es Sie.</p>
<p>Worüber ich mir zur Zeit Gedanken mache und wo ich Sie fragen möchte, ob sie vielleicht Lust hätten etwas zu posten, ist wie manche Dinge, aus Sicht eines Psychiaters aussehen.</p>
<p>Ich habe inzwischen eine ganze Reihe Psychiater kennengelernt. Mit den meisten davon hatte ich den Eindruck nicht reden zu können. Entweder erklärten sie sich als nicht zuständig, oder sie verschrieben eine grössere Menge Medikamente. Inzwischen habe ich einen Arzt gefunden, der sich Zeit nimmt mir zuzuhören, bei dem ich den Eindruck habe, er versteht, was ich sage, was mir mehr hilft, als alle Medikamente zusammen.</p>
<p>Das was mir dabei Sorge macht, ist, dass ich den Eindruck habe, das diejenigen Ã„rzte, die wirklich gute Arbeit machen, selber schwer am kämpfen sind, auch finanziell. Während die Ã„rzte, die einfach nur unsinninge Medikamente in Massenabfertigung verschreiben, ein recht gutes Leben und Einkommen zu haben scheinen. Irgendetwas stimmt doch da nicht?</p>
<p>Ein anderes Beispiel: Als ich eine Weile in einem psychiatrischen Krankenhaus war, kam mir der Betrieb dort wie eine grosse Maschinerie vor, wo jeder seinen Part zu spielen hatte. Ich kam mir dort nicht wie eine Person vor, sondern wie ein Rädchen im Getriebe. Mit einigen wenigen Ausnahmen. Eine davon war ein Pfleger, der sich bemühte, mich und die anderen Patienten wie Menschen zu behandeln und nicht nur wie &#034;Störungskategorien&#034;. Z.B. hat er mich manchmal aufgezogen, wodurch ich mich ernst genommen gefühlt habe, er hat eigene Abendveranstaltungen angeboten, ausserdem hat er zwar seine Arbeit gemacht, hatte aber trotzdem noch seine eigene Meinung und hat nicht alles toternst genommen.</p>
<p>Irgendwann kamen einige Mitpatienten zu mir und wollten ihm, weil er Geburtstag hatte Happy Birthday spielen, was wir dann auch gemeinsam am Beginn der Ãœbergabe gemacht haben. Ich hatte erwartet, dass er sich darüber freut, aber er schien sich mächtig zu freuen, was ich so nicht erwartet hätte. Im Nachhinein denke ich, vielleicht lag es daran, dass er selber am kämpfen gegen den Trott im Krankenhaus war und das als Bestätigung dafür gesehen hat und sich deshalb so sehr gefreut hat. </p>
<p>Aber wenn das stimmt, dann gibt mir das Ganze schon zu denken, das nämlich diejenigen, die sich bemühen Patienten wie Menschen zu behandeln am kämpfen sind, während die, die einfach Patienten &#034;am Fliessband abfertigen&#034; ein gemütliches Leben haben. Sollte es nicht andersherum sein? Irgendetwas läuft doch da verkehrt? Aber was?</p>
<p>Ich weiss nicht, ob Sie das Thema interessiert. Mich würde auf jeden Fall die Sicht eines Psychiaters dazu interessieren &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Gezieltes Nachtreten von geo</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2009/01/23/gezieltes_nachtreten/#comment-481</link>
		<dc:creator>geo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 19:11:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=235#comment-481</guid>
		<description>Allerdings einen Depressiven wie ein Kind behandeln, immer nett sein, ihm möglichst viel abnehmen, ihn wie einen Behinderten zu behandeln, ist auch nicht viel besser.

Ich hab&#039; schon öfters von Leuten gelesen, die sich z.B. nach schweren Unfällen nicht unterkriegen lassen und in der Rehabilitation Erstaunliches erreichen. 

Bei Depressionen ist das meiner Meinung nach nicht anders. Meine Vorstellung wäre: Depressionen als Krankheit akzeptieren aber dann versuchen, das Beste draus zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Allerdings einen Depressiven wie ein Kind behandeln, immer nett sein, ihm möglichst viel abnehmen, ihn wie einen Behinderten zu behandeln, ist auch nicht viel besser.</p>
<p>Ich hab&#039; schon öfters von Leuten gelesen, die sich z.B. nach schweren Unfällen nicht unterkriegen lassen und in der Rehabilitation Erstaunliches erreichen. </p>
<p>Bei Depressionen ist das meiner Meinung nach nicht anders. Meine Vorstellung wäre: Depressionen als Krankheit akzeptieren aber dann versuchen, das Beste draus zu machen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Unklarheiten über Rechte und Pflichten im Krankenstand von Psychomuell</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2009/04/27/unklarheiten-ueber-rechte-und-pflichten-im-krankenstand/#comment-480</link>
		<dc:creator>Psychomuell</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2009 06:29:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=276#comment-480</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Rechte und Pflichten, wenn man Krank ist...&lt;/strong&gt;

bq. â€œEine Schweizer Versicherungsangestellte war für einen Tag krank gemeldet, Migräne. Doch dann entdeckte ihr Arbeitgeber, dass die Frau im Facebook-Netzwerk unterwegs war - und kündigte ihr. Begründung: Wer surfen kann, kann arbeiten.â€ (web....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rechte und Pflichten, wenn man Krank ist&#8230;</strong></p>
<p>bq. â€œEine Schweizer Versicherungsangestellte war für einen Tag krank gemeldet, Migräne. Doch dann entdeckte ihr Arbeitgeber, dass die Frau im Facebook-Netzwerk unterwegs war &#8211; und kündigte ihr. Begründung: Wer surfen kann, kann arbeiten.â€ (web&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Psychiatrische Begutachtung und Versicherungsmedizin von tasache &#171; Apropos Selbstedienungsmentalität&#8230;..</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2008/07/28/psychiatrische_begutachtung_und_versicherungsmedizin_update/#comment-479</link>
		<dc:creator>tasache &#171; Apropos Selbstedienungsmentalität&#8230;..</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 05:01:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/?p=159#comment-479</guid>
		<description>[...] 24, 2008   http://www.medblog.franzengels.ch/2008/07/28/psychiatrische_begutachtung_und_versicherungsmedizin_up...     Verfasst von tdoosqs Eingeordnet unter [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 24, 2008   <a href="http://www.medblog.franzengels.ch/2008/07/28/psychiatrische_begutachtung_und_versicherungsmedizin_up.." rel="nofollow">http://www.medblog.franzengels.ch/2008/07/28/psychiatrische_begutachtung_und_versicherungsmedizin_up..</a>.     Verfasst von tdoosqs Eingeordnet unter [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &quot;Medizinisch theoretische Arbeitsfähigkeit&quot; &#8211; Das neue Killerargument zur hemmungslosen IV-Sanierung von Psychomuell</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2008/02/14/medizinisch-theoretische-arbeitsfaehigkeit-das-neue-killerargument-zur-hemmungslosen-iv-sanierung/#comment-474</link>
		<dc:creator>Psychomuell</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 08:06:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/2008/02/14/medizinisch-theoretische-arbeitsfaehigkeit-das-neue-killerargument-zur-hemmungslosen-iv-sanierung/#comment-474</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Medizinisch theoretische Arbeitsf&#228;higkeit...&lt;/strong&gt;

Gibt es solche kreativen Ablehnungsbescheide bei psychischen Erkrankungen schon bei uns? Ich frage mal&#160;&#8230;
 Wenn man mal l&#228;nger erkrankt, gerade psychisch, dann gilt mal wohl vorab schon mal als Simulant, sogar das Urteil von wird angezwe...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Medizinisch theoretische Arbeitsf&auml;higkeit&#8230;</strong></p>
<p>Gibt es solche kreativen Ablehnungsbescheide bei psychischen Erkrankungen schon bei uns? Ich frage mal&#160;&#8230;<br />
 Wenn man mal l&auml;nger erkrankt, gerade psychisch, dann gilt mal wohl vorab schon mal als Simulant, sogar das Urteil von wird angezwe&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Qualitätskriterien von Medizinische Qualität</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/medizin-und-gesundheitspolitik/qualitaetskriterien/#comment-451</link>
		<dc:creator>Medizinische Qualität</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 23:05:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/qualitaetskriterien/#comment-451</guid>
		<description>[...] Aber was genau ist medizinische Qualit&#228;t? Machen wir doch mal eine Liste&#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Aber was genau ist medizinische Qualit&#228;t? Machen wir doch mal eine Liste&#8230; [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Erfreuliches von IV, Schadenminderungspflicht und medizinischer Sachverstand</title>
		<link>http://medblog.franzengels.ch/2007/10/18/erfreuliches/#comment-450</link>
		<dc:creator>IV, Schadenminderungspflicht und medizinischer Sachverstand</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 08:41:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medblog.franzengels.ch/2007/10/18/erfreuliches/#comment-450</guid>
		<description>[...] Erg&#228;nzung vom 18.10.2007: Inzwischen hat die IV-Rekurs-Kommission entschieden [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Erg&#228;nzung vom 18.10.2007: Inzwischen hat die IV-Rekurs-Kommission entschieden [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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